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21.07.2013, 12:19 Uhr
Mandela
Mein Wort der Woche
Mit dem Begriff Apartheid können heute nur noch wenige etwas anfangen. Der 95. Geburtstag von Nelson Mandela, des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas, rückt diese Zeit rassistischer Trennung an der Südspitze Afrikas wieder in den Mittelpunkt. Strände nur für Weiße, separate Eingänge in Krankenhäusern, Banken und sogar öffentlichen Toiletten waren Auswüchse des Apartheid-Regimes, die Erinnerungen an die Rassengesetze der Nazi-Diktatur wecken.

Des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer. Nelson Mandela gehörte dem bewaffneten Widerstand der schwarzen Mehrheit Südafrikas an. Heiligt der Zweck die Mittel? Freiheit ist dann berechtigt, wenn sie einem anderen nicht schadet und nicht dazu dient, selbst zum Unterdrücker zu werden, wie wir es heutzutage im Norden Afrikas viel zu häufig beobachten müssen.

Nelson Mandela verdient unseren Respekt, weil er die Bevölkerung Südafrikas vereinen wollte. Weil er an eine Welt glaubt, in der ein Mensch aufgrund seiner Hautfarbe nicht weniger als ein anderer zählt. Viel zu oft lassen auch wir uns auf Vorurteile ein, die andere aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Weltanschauung diskriminieren. Behandeln wir jeden Mitmenschen so respektvoll, wie wir auch selbst behandelt werden wollen. Diese Lehre ist Nelson Mandelas größtes Vermächtnis.