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01.07.2013, 11:19 Uhr
Für Schirmbeck rührt Ilse Aigner die Trommel
Neue Osnabrücker Zeitung am 29. Juni
Osnabrück. Ein Hauch von Wehmut und viel Fröhlichkeit: Georg Schirmbeck, seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, lud zum Abschied Freunde aus dem Osnabrücker Land und Berliner Weggefährten ein. Der 63-Jährige wird sich am 22. September nicht mehr zur Wahl stellen.
Herzlicher Abschied: Georg Schirmbeck (Mitte) mit Ilse Aigner und Phlipp Rösler. Foto: privat
Knallvoll war der Kaisersaal in der Parlamentarischen Gesellschaft. Mit Ilse Aigner (CSU), Philipp Rösler und Dirk Niebel (beide FDP) sagten gleich drei Bundesminister Servus – und das nicht leise. Aigner rührte die Trommel, Rösler griff zu den Becken, als die Heimatkapelle Wellingholzhausen das Niedersachsenlied spielte. Es ist Schirmbecks Lieblingslied.

Die Bodenständigkeit des Abgeordneten strich UnionsFraktionschef Volker Kauder in einer witzigen und herzlichen Rede denn auch besonders heraus. „Schirmbeck ist ein alter Haudegen“, sagte er, und es klang anerkennend. „Mit solchen Typen gewinnt man Wahlkreise.“ Auch Schirmbecks Neigung zu deutlicher Aussprache würdigte Kauder als positiv: „Es gibt Leute, die sagen nichts. Es gibt Leute, die sagen nur, was ihnen nützt. Schirmbeck sagt alles.“ Gut, alle hätten Fehler, auch der Parlamentarier aus Osnabrück-Land. „Und wer jetzt noch keinen Fehler hat, der hat bald einen“, rief Kauder mit leiser Ironie in die Runde. Da fachsimpelten die Schirmbeck-Kollegen aus dem Haushaltsausschuss mit FDP-Generalsekretär Patrick Döring und dem Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann. Der Landrat aus Allenstein, Miroslaw Pampuch, ließ noch einmal die von Schirmbeck gepflegte deutsch-polnische Freundschaft hochleben. Und die beiden Staatssekretäre aus unserer Region, Gerd Hoofe und Hermann Kues, begrüßten die Gäste aus Osnabrück. Unter Führung von Landrat Michael Lübbersmann war eine starke CDU-Delegation aus dem Osnabrücker Kreistag erschienen, dem Schirmbeck zeitweise als Fraktionschef von 1976 bis 2011 angehörte.

In drei Monaten wird der 63-Jährige nicht mehr über ein Mandat verfügen. „Aber Sie werden mich nicht los“, rief er. Schirmbeck ist als Präsident des Forstwirtschaftsrates weiterhin viel in Berlin.